Unsere Reinzuchtköniginnen sind der Grundstein für alle Imker, vom Hobby- bis zum Berufsimker.  

Die Zuchtmütter sind sanftmütig und leistungsstark. Was wäre eine Biene, wenn sie zwar super Honigerträge liefert, der Imker aber nicht an den Völkern arbeiten kann. Daher ist die Sanftmut eines unserer wichtigsten Zuchtziele. Sie können ohne Probleme auf Rauch verzichten, wenn sie an den Völkern arbeiten. Dann ist der Honigertrag unser weiteres Zuchtziel. Die Völker sind darauf selektiert, dass sie von der Früh- bis zur Spättracht, unsere Heidewanderung, ihren Sammeleifer voll ausleben und dazu die notwendige Bienenmasse haben. 

Zusätzlich achten wir auf einen frühen Brutstop im Herbst, damit sich die Varroamilben nicht endlos vermehren können. Drei Wochen nach den ersten Frostnächten sind die Königinnen aus der Brut.

Preis pro Königin 75€ !

 

Die Drohnenlinie 2021 - der Buckfast-Belegstelle Friedrichskoog

 

 

 

Das Pedigree:

 



 

B236(DB) = imq.17 – V280(NK) mm B66(NK) :

 

                                 .16 – V260(NK) ins V280H (DS)

                                .13 – V302 H(DS) ins Bmix13(DS) :

                       .13 - imq.13 VSH ligustica x not regisatered

 



 

Liebe Imkerinnen und Imker !

 

Im Jahr 2021 bieten wir Ihnen als Drohnenlinie unsere B236(DB) an. Diese Drohnenlinie ist eine typische Buckfast-Biene, wie sie sich jeder Imker wünscht. Ihre positiven Eigenschaften zeigen sich in der zügigen Frühjahresentwicklung, nach einem guten Brutstopp im Herbst. Drei bis vier Tage Nachtfrost reichen, damit das Brutgeschäft im Herbst eingestellt wird. Aber wenn dann nach der Wintersonnenwende die Parameter auf Frühling gesetzt werden, dann startet sie mit konsequenter Legeleistung. So dass zur Frühjahresblüte genügend Bienen vorhanden sind, um die Tracht in die Honigräume zu schleppen. Jeder Imker wird von der Vitalität von Bienen und Brut begeistert sein, denn vitale Bienen leiden deutlich weniger an den Folgen von Varroa und Brutkrankheiten. Aber trotz der super Vitalität neigt die B236 nicht zur Schwarmneigung. Wir mussten nie eine Zelle brechen. Die Völkerführung erfolgt alleine über die Gabe der Honigräume. Natürlich entwickeln sich die Völker zu großen Einheiten, aber dass ist ja auch unser Ziel, denn wer Honig ernten will benötigt in der ganzen Saison Bienen in Hülle und Fülle. Die Brutfreudigkeit ermöglicht es, dass die Spättrachten voll genutzt werden können. Bei uns im Norden ist es zwar nicht die Tanne, sondern die Heide, aber diese lässt die Bienen bis Mitte September Honig eintragen.

 

Uns ist es an erster Stelle wichtig, ihnen eine sehr gute typische Buckfastbiene als Drohnen Lieferanten anzubieten. Natürlich selektieren wir auch auf SMR, VSH und Hygieneverhalten, aber das Ziel einer echten Buckfast-Biene steht an erster Stelle. Natürlich sind das SMR, VSH und Hygieneverhalten sehr wichtig, um die Einflüsse der Milben und daraus resultierender Folgekrankheiten auf niedrigem Niveau zu halten, damit die Bienen gesund in den Winter gehen, aber als wirtschaftlich denkender Imker möchte ich kein Risiko eingehen und daher sind die bekannten Varroabehandlungen wie sie die Bieneninstitute empfehlen, einfach nur sinnvoll. Denn sollten trotz aller guten Eigenschaften noch zu viele Milben im Volk sein, wäre das Risiko eines Verlustes, den Mädels gegenüber nicht fair. Manchmal gibt es hohe Re-Invasionen von Nachbarvölkern, so dass SMR, VSH und Hygieneverhalten einfach nicht ausreichen, um den Winter ohne Behandlung zu überleben. Ich denke, wir werden noch lange auf die klassischen Behandlungen angewiesen sein, um mit gesunden und starken Völkern im Frühjahr zu starten, aber jedes Verhalten dass die Milbenvermehrung reduziert und kranke Brut aus den Völkern entfernt, muss gefördert werden, damit die Schadschwellen nicht überschritten werden.

 

 

Somit freuen wir uns, dass die Bewertung der B236(DB) wie folgt ist:

 

SMR-Verhalten ( Surprest Mite Reproduktion ) = 24,5 %

 

Hygieneverhalten in 6 Stunden = 86 %

 

VSH = sichtbar

 

besonderes Verhalten = einsargen von Milben in den Zellen ( Milben werden im wachs eingebaut )

 

Vitalität von Bienen und Brut = Bewertung 5 – 6 ( je nach Bewerter )

 

 

Liebe Imkerinnen und Imker, liebe Züchterinnen und Züchter

 

zum Schluß möchte ich einmal kurz auf die Geschichte dieser Drohnenlinie eingehen.

 

 

 

Dafür muss ich aber in das Jahr 2017 zurückgehen. In dem Jahr habe ich von einem befreundeten Züchter aus Luxemburg, mein Freund Nico Kalms, mehrere Nachzuchten seiner V280(NK) erhalten. Die Königinnen waren unterschiedlich angepaart, aber alle mit der selben Mutter. Als ich die Königinnen bekam, da wusste ich nicht was mir Niko geschickt hatte. Ich sollte sie testen und bewerten. Von Anfang an zeigten die Völker eine sehr schöne Brutentwicklung und bauten starke Völker für den Winter auf. Ich erinnere mich noch an meine ersten Gedanken im Winter, als ich die Wintertraube erblickte. Hoffentlich reicht das Futter bis zum Frühjahr,war der Gedanke, bei der Volksstärke. Aber diese Sorgen waren unnötig. Die Königinnen waren gut aus der Brut gegangen, als die ersten Frostnächte im November waren und sie hatten eine gute Brutpause eingelegt, so dass im Frühjahr genügend Futter zur Verfügung stand. Ja, man kann sie als sparsam im Futterverbrauch bezeichnen, denn wir konnten im April überschüssige Futterwaben entnehmen.

 

Die Entwicklung lief dann wie bei einem Uhrwerk ab, jeder Brutzyklus ließ die Völker prächtig wachsen und sie bescherten uns in diesem und den folgenden Jahren, reiche Honigernten. Dieses war aber nicht nur im Frühjahr so, sondern ging über die Sommertracht, bis hin zur Heidetracht. Auffallend war, dass die Königinnen die ersten auf den Ständen waren, die am Morgen ausflogen und abends die letzten waren, die noch flogen. Wir standen öfter bei den Mädels und konnten einfach nur Danke sagen, für ihre Leistung.

 

Aber unsere imq.236(DB) zeigte noch andere schöne Eigenschaften. Ich erinnere mich noch an unseren Seuchenwart im Frühjahr, als er das Brutnest des Volkes kontrollierte. Ihm vielen sofort geöffnete Zellen auf und er runzelte die Stirn, denn sein erster Gedanke war: Faulbrut. Aber dann merkte er, es gab keine Faden ziehende Brut, sondern Bienene kurz vor dem offiziellen Schlupf, welche ihn anschauten. Ihm war VSH Verhalten nicht so geläufig, aber uns natürlich und es ging ein wohliges Lächeln über mein Gesicht, denn jetzt war mir klar, welch wunderbare Königinnen uns Niko Kalms geschickt hatte.

 

Sicher kann sich jeder vorstellen, dass ein Anruf bei ihm unsere nächste Reaktion war. Dann schilderte er uns die Geschichte dieser Königin: Ursprünglich stammt die Linie aus einem VSH Programm, eines nicht weiter genannt werden wollendes Bieneninstitutes. Aber es war ein Ligustica Programm. Daher auch sicher dieser Sammeleifer und die Volksstärke. Diese Königin hatten dann Niko Kalms und Daniel Schuster weiter mit ihrem Material bearbeitet, welches ebenfalls auf Hygiene und VSH selektiert war. Sicher hatte ich keinen objektiven Wert für dieses Verhalten ermittelt, denn mir reichte es, das Verhalten als sichtbares VSH Verhalten zu bezeichnen.

 

Mir ist das Hygieneverhalten deutlich wichtiger, denn über das Erkennen und Ausräumen erkrankter Brutzellen kann ich sicher sein, dass Sekundärinfektionen wie sie beim Kollaps Deesaster auftreten, keine oder eine deutlich geringere Chance haben, sich zu verbreiten. Somit haben wir in allen Jahren einen Hygienetest gemacht und die Werte für das Ausräumverhalten angestochener Brutzellen liegt bei der Lady, nach 6 Stunden, zwischen 82 und 86% je Jahr und Saison.

 

Wir haben schon so einige Anpaarungen mit der Königin gemacht und sind uns somit sicher, dass ihr Verhalten sich gut an die Nachzuchten vererbt hat. Eigentlich wollte wir diese Königin erst selber züchterisch weiter bearbeiten, bevor wir sie auf einer Belegstelle nutzen wollten.

 

Doch ein sonniger Tag in diesem Frühjahr, änderte unsere Meinung. Meine Frau und ich waren schon Stunden mit der Völkerkontrolle in der Obstblüte beschäftigt, als wir am Kasten 236 ankamen. Der Kasten war der Hit, voll mit Bienen, keine Schwarmzelle (wie in allen Jahren ) und der höchste Honigertrag, den wir an diesem Tag in einer Beute hatten. Ich war schon an der nächsten Beute, als meine Frau sagte “dass ist doch die 236 von Niko aus 2017“. Ich drehte mich um und erwiderte, das glaube ich nicht, eine Königin im dritten Jahr mit der Leistung, da muss eine neue König im Kasten sein. Zum Glück bestand meine Frau auf die Nachkontrolle und wirklich, es war die 236, schön gezeichnet saß sie auf der Wabe und legte ihre Eier.

 

Da war uns beiden klar, ja, wer so vital noch im dritten Jahr ist, mit allen bekannten Eigenschaften, da muss diese Königin Drohnenlinie auf Friedrichskoog im Jahr 2021 werden.

 

Einen ganz besonderen Dank an dieser Stelle noch einmal den Züchtern Nico Kalmes und Daniel Schuster aus Luxemburg, die für diese Anpaarung verantwortlich sind.