Sie suchen Spaß und Freude an Ihren Bienen? Möchten Ihre Bienen mit Erfolg, in Form einer guten Honigernte, halten und keine Probleme mit Nachbarn und Besuchern auf Ihrem Bienenstand haben. Sie wissen um die Probleme der Varoamilben und ihrer direkten Gefahr für die Völker und auch der daraus resultieren Sekundärinfektionen und suchen eine Lösung. Dann sind Sie gut beraten, wenn Ihre Bienen Buckfastbienen sind.

Warum?

Jede Imkerei ruht auf vier Pfeilern. Der Betriebsweise, der Beute, dem Bienenstandort und der Biene. Alle vier Säulen müssen dabei aufeinander abgestimmt sein, damit die Imkerei eine erfolgreiche Imkerei ist. Der Erfolg ist dabei ökonomisch ( wenn der Ertrag zufrieden stellt ), ökologisch ( wenn die Bienen im Winter überleben und im Frühjahr stark in die neue Saison starten ) und emozional ( wenn durch die Imkerei kein Streß entsteht, sondern sie für Entspannung und Zufriedenheit sorgt ).

Die Betriebsweise sollte dabei Rücksicht auf die Instinkte und innere Organisation der Bienenvölker nehmen, denn diese Vorbedingungen sind der Grundstein für höchste Erträge. Weniger ist dabei oft ein mehr. Viele Eingriffe an den Völkern sind unnütz, sie dienen nur der Neugier des Imkers und seiner Sichtweise von Organisation im Bienenvolk. Dabei wird viel Unheil dem Volk zugefügt. Die Bienen wissen selber am Besten, was gut und wichtig für sie ist. Wir Imker sollen sie dabei wie ein Vater unterstützen, aber bitte nicht in ein Korsett zwingen, was sich nur an unseren Ideen oder Erfordernissen orientiert. Was wir berücksichtigen sollten, ist das heimische/lokale Klima und die Trachtverhältnisse vor Ort. Die Frühtracht entwickelt sich immer mehr zur Haupttracht der modernen Imkerei. Im Frühjahr ist das Angebot an Blüten fast überall in Deutschland sehr groß und das Wetter meistens gut geeignet um den Bienen die Tracht einbringen zu lassen. Die Sommertracht wird immer öfter zur Risikotracht, denn unser Klimawandel mit Starkregen im Sommer läßt so manche Läusetracht verregnen. Daher sollte unsere Biene eine Biene sein, welche im Frühjahr zeitig sehr starke Völker bildet um die Frühtracht zu nutzen und dann eine Volksstärke behält, welche bei aufkommender Sommertracht ausreicht, um sie erfolgreich in den Stock zu holen. Eine Biene wie die Carnica, welche schnell mal ihr Brutgeschäft einschränkt, wenn die Tracht nachläßt, hat dann bei erneut einsetzender Tracht oft nicht die erforderliche Volksstärke.

Die Frage nach der richtigen Beute ist in Deutschland eine Glaubensfrage. Es gibt soviele Typen und Größen, dass ich keine Empfehlung geben würde. Wichtig ist, die Beute soll so groß sein, dass sich das Volk frei entwickeln kann. Dieses kann durch einen einzargigen großen Brutraum wie beim Dadantmaß gegeben sein oder durch zwei Bruträume wie bei unserem 2/3 Langstrothmaß, was dann dem Dadantmaß entspricht. Das Maß wird durch die Betriebsweise bestimmt. Ablegerbildung, Brutdistanzierung, ein oder zwei Maße für Honig- und Brutraum - es gibt soviele Gründe die für das eine, wie auch wieder für ein anderes Maß sprechen, dass man kein ultimatives Maß vorschlagen kann. Aber bedenken Sie, man wird älter und wie hebe oder transportiere ich dann ggf. die Kästen und welche Zeit und Methode habe ich, wenn ich meine Waben entdeckel und welche Schleuder steht mir zur Verfügung, denn all dieses spielt eine Rolle.

Die Frage nach dem Bienenstandort sollte jeder Imker durch genaue Beobachtungen der Natur und Flora für sich klären. Wenn Sie wandern, dann haben Sie das Glück, wohl immer Ihre Bienen dort aufstellen zu können, wo Sie eine größere Tracht erwarten. Als Standimker kann es dann schon schwieriger werden, wenn man möglichst über das ganze Jahr verteilt seinen Bienen zumindest eine gute Pollenversorgung angedeihen lassen will, denn das ist unabdingbar. Monokulturen und Maisäcker sind da oft sehr nachteilig. Ich finde, an Wald- und Moorränder lassen sich heute noch gute Standorte finden, die unseren Bienen vom Frühjahr bis zum Herbst eine gute Nahrungsgrundlage bieten. Oder Plätze in den Städten, können eine Alternative sein, wenn Parkanlagen und Kleingartenkolonien in der Nähe sind.